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Schweiz

länger leben
Eine Komödie mit Biss und Tiefgang

„Länger Leben“ erzählt die Geschichte von Max Wanner und Fritz Pollatschek. Wenn es nach den Ärzten geht, haben beide nicht mehr mehr als drei Monate zu leben. Wanner braucht eine neue Leber, Pollatschek ein neues Herz. Nur eine Organtransplantation kann sie jetzt noch retten, doch legale Spenderorgane sind rar. Starchirurg Dr. Egon Schöllkopf hat die Idee: Wer zuerst stirbt, spendet dem anderen das Organ. Es beginnt eine tödliche Freundschaft, welche die beiden Senioren bis in die Fänge der Mafia treibt. Derweil kämpft die jüngere Generation nicht nur mit den widerspenstigen Alten sondern auch mit vertrackten Beziehungen und verkorksten Lebenszielen.

Mit der Schweizer Filmkomödie „Länger Leben“ konnten wir unser Publikum bereits einmal begeistern. Zu Ehren von Mathias Gnädinger, der am 3. April 2015 verstorben ist, zeigen wir den Film aus dem Jahr 2010 noch einmal im Kino Mansarde.

Driften
Ein tiefgreifender Film, welcher aber nie den Humor verliert

Robert will ein neues Leben beginnen. Seine Sucht nach dem Rausch der Geschwindigkeit hatte ihn ins Gefängnis gebracht. Jetzt hat er seine Strafe abgesessen und ist fest entschlossen, die Fehler der Vergangenheit nicht zu wiederholen. Er kehrt zurück ins Haus seiner Eltern und kann eine Ausbildung anfangen. Alles läuft gut. Bis er Alice trifft. Schicksalshaft fühlen sich die um Jahre ältere Englischlehrerin und Robert voneinander angezogen. Um in ihrer Nähe zu sein, nimmt Robert bei Alice Unterricht. Doch je intensiver die Beziehung wird desto mehr wirft die Bekanntschaft Robert aus der Bahn. Alte Schuldgefühle machen sich bemerkbar und auch seine ehemaligen Kollegen setzen ihn unter Druck. Seine Vergangenheit holt ihn ein und droht, alles zu zerstören.

Ist der Raser ein Mörder? Eine schwierige Frage - Karim Patwa hat versucht, den Menschen hinter den Klischees zu zeigen. „Driften“ ist ein stark gespielter und gut gemachter Film mit Tiefgang. Ohne zu verurteilen zeigt der Regisseur dem Zuschauer die innere Zerrissenheit seiner Figuren und lässt sie an Schuld und Schmerz teilhaben.

18:00 Uhr Vorstellung: ohne Pause

Dora
Wenn man das Leben neu leben kann…

Dora ist 18 und voller Entdeckungsfreude. Ihre beruhigenden Medikamente hat ihre Mutter Kristin erst kürzlich abgesetzt. Ungebremst stürzt sich die geistig behinderte junge Frau nun ins Leben und findet Gefallen an einem Mann. Bald haben die beiden spontan Sex - zum Schrecken von Kristin. Dora trifft sich ohne das Wissen ihrer Eltern weiterhin mit dem zwielichtigen Mann, der sichtlich von ihrer befreiten Sinnlichkeit angetan ist. Während ihre Mutter sich vergeblich ein zweites Kind wünscht, wird Dora schwanger...

«Elektrisierend: Neun Jahre nach ihrem Spielfilmdebüt "Nachbeben" legt Regisseurin Stina Werenfels nach. "Dora" ist grosses Kino, funkelnd vor Emotionen, mit einer exquisiten Bildsprache und einer vorzüglichen Hauptdarstellerin.» Berner Zeitung

Usfahrt Oerlike
Ein Film, der an die Schönheit des Lebens erinnert

Wenn Hans (Jörg Schneider) zurückblickt, muss er sagen: Das war ein gutes Leben! Er hat die Welt gesehen, sein Martheli geliebt und ja, zwei, drei Dinge sind schiefgelaufen. Aber darüber muss man nicht reden. Und jetzt? Seit zwei Jahren ist Martha tot, er kann den Alltag kaum noch bewältigen und von einem Besuch beim Tierarzt kommt sein geliebter Hund Miller nicht mehr nach Hause zurück. Hans ist müde. Eigentlich mag er nicht mehr. Er möchte sterben. Aber darüber spricht man nicht. Oder bestenfalls mit Willi (Matthias Gnädinger), seinem Freund. Ihm vertraut er, ihn betrachtet er als seinen Verbündeten, der ihm helfen soll, seinen Plan umzusetzen. Willi, der wahre Freund, der zu ihm hält bis zum Schluss…

“Usfahrt Oerlike“ zeigt die letzte Etappe des Lebens. Der Film handelt über Freitod, Altersheim, Homosexualität, Eltern-Kinderbeziehung und Freundschaft. Trotz der schweren Themen ist auch Humor dabei, für den das Duo Schneider und Gnädinger sorgt.

18:00 Uhr Vorstellung: ohne Pause

Mitten ins Land
Auf der Spur der Mittelland-Seele

Der wohl bekannteste Mundartdichter Pedro Lenz wohnt direkt am Bahnhof Olten. Von hier aus unternimmt er lange Zugfahrten, während derer er sich seiner Poesie widmet. Diese wird im Film zu einer wunderbar meditativen Reise durch die Schweiz untermalt mit seinen Betrachtungen über Land und Leute. Dabei begegnet er auch ganz verschiedenen Menschen. Einer Lokführerin, die einmal Coiffeuse war, einem Jungpolitiker, zwei servierenden Zwillingen, einem Fussballftrainer für die Kleinen und vielen mehr.

Dem Regie-Duo Norbert Wiedmer, Enrique Ros gelingt nicht nur ein facettenreiches Portrait über den Mundartkünstler Pedro Lenz, sondern auch eine kluge und humorvolle Überlegung über die Schweizer Identität.

Danioth - der Teufelsmaler
Grenzgänger zwischen Malerei und Schriftstellerei

Auf dem Weg zum Gotthardpass begrüsst der rote Teufel seit Jahrzehnten die Reisenden. Als der Urner Künstler Heinrich Danioth ihn 1950 an die Felswand malte, sorgte das Bild für Furore. Für die einen schien es gottlos, für andere einfach nur hässlich: Der Künstler aus der Urschweiz geriet in aller Munde, war er doch nicht nur Maler, sondern auch Autor, Karikaturist und Musiker, der in seinen Bildern und Texten Tradition und malerische Moderne expressiv verband.

Ein eindrückliches Porträt über den Urner Teufelmaler Heinrich Danioth, der nicht nur multitalentiert sondern ebenso mutig war und deshalb immer wieder aneckte.

Wird ohne Pause gezeigt

Freifall
Wie kann er sein Leben verspielen, während ich um meins kämpfe?

"Herbert und ich lernen uns in derselben Woche kennen, in der ich meine Krebsdiagnose erhalte. Die Liebe schlägt ein wie der Blitz, wir wollen für den Rest des Lebens zusammenbleiben. Drei Monate später ist er tot. Herbert war ein Base-Springer. Sein Verlust – mitten während meiner Chemotherapie – wirft mich völlig aus der Bahn. Wie kann er sein Leben wegwerfen, während ich um meins kämpfe? Auf der Suche nach Antworten begleite ich Andreas, Herberts besten Freund und Base-Coach, zum Unglücksort. Im Lauterbrunnental, dem Death Valley der Schweiz, finde ich langsam ins Leben zurück." (Mirjam von Arx)

Der Film ist weit mehr als eine persönliche Form der Schmerzbewältigung. FREIFALL – EINE LIEBESGESCHICHTE handelt von den grossen Herausforderungen des Lebens, mit denen wir uns alle konfrontiert sehen und dem Versuch, die eigenen Ängste zu überwinden.

Ein feinfühliges, sehr berührendes, aber nie rührseliges Portrait

Mano Khalil erzählt in seiner Dokumentation das Leben vom Imker Ibrahim Gezer. Durch den Kurdenkrieg hat er in der Türkei über 500 Bienenvölker, ein Haus und einen Teil seiner Familie verloren und musste in die Schweiz flüchten. Der Start in der Schweiz war schwer, denn er sprach kein Deutsch und liess seinen Sohn im Krieg zurück. Trotzdem gelang es ihm, auf der Realp und in Andermatt einige Bienen-Kolonien unterzubringen.
Der Imker wurde in Solothurn mit dem „Prix soleure“ ausgezeichnet und erfreut die Zuschauer mit einer berührenden Geschichte und schönen Bildern.

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