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Finnland

Kaurismäkis neues Meisterstück voller Herz und von Hoffnung beseelter Melancholie

Khaled gelangt als blinder Passagier nach Helsinki. Der junge Syrer beantragt Asyl, ohne grosse Erwartungen an seine Zukunft. Der Finne Wikström handelt mit Männerhemden. In der Mitte des Lebens angekommen verlässt er seine Frau, gibt seinen Job auf und kauft ein heruntergewirtschaftetes Restaurant in einer abgelegenen Gasse von Helsinki. Als die Behörden Khaled in seine Heimat zurückschicken wollen, beschliesst er, illegal im Land zu bleiben. Wikström findet ihn im Hof seines Lokals. Vielleicht sieht er etwas von sich selbst in dem ramponierten Mann - und eigentlich könnte er ja einen Tellerwäscher brauchen... 

"The Other Side of Hope" wurde an der Berlinale mit einem Silbernen Bären für die beste Regie ausgezeichnet. Kaurismäkis neues Meisterstück ist voller Herz und von Hoffnung beseelter Melancholie. Es ist nach "Le Havre" der zweite Teil von seiner Hafenstadt-Trilogie und zeigt das Leben als stetes Wechselspiel von Sehnsucht, Enttäuschung und Glück. Natürlich fehlt auch diesmal nicht, was Kaurismäkis Filme so unverwechselbar macht: trockener Humor, pointierte Dialoge, unvergessliche Musik und herausragend komponierte Bilder. Kein Zweifel, mit der Kino-Perle "The Other Side of Hope" ist der finnische Kultregisseur auf dem Höhepunkt seiner Kunst.

Ein Feelgood-Movie von der ersten bis zur letzte Szene - mit Schalk

Der chinesische Koch Cheng ist mit seinem Sohn auf der Suche nach einem alten finnischen Freund in einem abgelegenen Dorf in Lappland. Niemand scheint seinen Freund zu kennen, doch die lokale Cafébesitzerin Sirkka bietet ihm eine Unterkunft an. Im Gegenzug hilft Cheng ihr in der Küche und überrascht die Einheimischen mit chinesischen Köstlichkeiten.

Trotz kultureller Unterschiede findet er schnell Anerkennung und neue Freunde unter den Finnen. Als Cheng mangels Aufenthaltsbewilligung den Ort verlassen muss, schmieden die Dorfbewohner einen Plan, der ihm helfen soll zu bleiben… Mika Kauris- mäkis neuer Film ist eine universelle und gleichzei- tig verschrobene Komödie mit Warmherzigkeit und nordischem Sommerflair.

Mitreissendes Biopic über die Schöpferin der Mumins-Figuren

Tove Jansson ist die Schöpferin der Mumins, der knuddeligen Trollfiguren aus dem Mumintal, die seit über 70 Jahren Kinder und Erwachsene auf der ganzen Welt verzaubern. Das mitreissende Biopic «Tove» erzählt nun vom aufregenden Leben der wohl bekanntesten Autorin und Zeichnerin Finnlands. Von Toves turbulenter Suche nach Identität, künst- lerischer Freiheit und sexueller Selbstbestimmung.

Und davon, wie ihre zunächst nur nebenbei gezeichneten Fabelwesen zu einem einmaligen Erfolgsphänomen wurden. Als die junge Künstlerin Tove Jansson 1945 in Helsinki die Mumins erfindet, steckt sie gerade mitten in einer Sinnkrise: Sie führt eine offene Beziehung mit dem linken Politiker Atos und ist wild verliebt in die aufre- gende Theaterregisseurin Vivica. Toves Vater, ein renommierter Bildhauer, blickt verächtlich auf ihre Arbeit. Und auch sie selbst würde lieber mit moderner Kunst reüssieren. Doch ausgerechnet ihre nebenbei gezeichneten Geschichten von den Trollwesen mit den Knollnasen werden von einer Zeitung in Serie gedruckt – und machen Tove in kurzer Zeit reich und berühmt. Doch ist das schon die Freiheit, nach der sie sich immer gesehnt hat?

In «Tove» erzählt Zaida Bergroth vom aufregenden Leben der wohl bekanntesten Autorin und Zeich- nerin Finnlands, deren bahnbrechendes Werk bereits Generationen von Kindern und Erwachse- nen verzaubert hat. Berühmt geworden ist Tove Jansson (1914-2001) mit den „Mumin”- Büchern und -Comics, die weltweit in mehr als 40 Sprachen übersetzt wurden. Doch sie schrieb auch Romane für Erwachsene, war politische Illustratorin und Karikaturistin, malte und schuf Skulpturen.

Donnerstag, 10. Februar 2022
20.30 Uhr Ticket reservieren
Freitag, 11. Februar 2022
18.00 Uhr Ticket reservieren